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Anschließend fuhr die Gruppe zur Hotelunterkunft direkt an der Elbe, nahe der Altstadt. In unmittelbarer Nähe steht die im Stile einer Moschee erbaute ehemalige Tabakfabrik Yenidze mit einem als Minarett verkleideten Schornstein. Die ehemalige Fabrik wird als Bürogebäude genutzt und bietet zahlreichen Dresdner Unternehmen und Verbänden einen repräsentativen Geschäftssitz und beherbergt in der obersten Etage ein Restaurant, von dem der Besucher eine herrliche Abendaussicht auf Dresden genießen konnte.

Am nächsten Tag erlebte die Reisegruppe einen ausführlichen Stadtrundgang mit den Gästeführern Martin Deppe und Stefan Fichte. Die Stadtführung führte zum Zwinger, zur Katholischen Hofkirche, zum Johanneum, zum Taschenbergpalast und zum Schloss. Besonders angetan waren die Reiseteilnehmer von dem an der Rückseite angebrachten 102 Meter langen Fürstenzug, der 34 Herrscher aus dem Haus Wettin von 1127 bis 1873 zeigt, alles aus Meißener Porzellanfliesen. Und schließlich endete die hervorragende Führung an der Frauenkirche, die die meisten Reisteilnehmer zum ersten Mal fertig aufgebaut erleben durften. In der Frauenkirche nahmen die Teilnehmer an einer Orgelandacht mit anschließender Kirchenführung teil.

Am Denkmal von Martin Luther vor der Kirche traf man sich dann zur gemeinsamen großen Stadtrundfahrt. Die Reisegruppe fuhr vorbei an dem Goldenen Reiter welcher August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, zeigt. Sie durchfuhr unter anderem den Volkspark Großer Garten, passierte den Zoo, die oberelbischen Stadtteile Plauen, Wachwitz, Tolkewitz mit herrlichem Blick auf das gegenüberliegende Elbufer mit seinen drei Schlösschen Albrechtsburg, Lingner-Schloss und Eckberg und fuhr dann über die Loschwitzer Brücke (das Blaue Wunder) in die Gebiete mit den wunderschönen Villenstraßen im Stadtteil ‚Weißer Hirsch‘. Ein kurzer Stopp wurde bei der nostalgischen Pfunds Molkerei in der Bautzener Straße 79 eingelegt, wo die Kondenzmilch erfunden wurde und einmalige farbige Fliesen zu bewundern waren. Die Fahrt führte weiter durch die Neustadt und endete nach circa drei Stunden wieder am Hotel. Einen spontanen kurzen Spaziergang gleich anschließend vom Hotel zum Neptunbrunnen ließen sich einige unentwegte Reiseteilnehmer nicht entgehen.

Am dritten Tag der Reise stand die Fahrt in die Sächsische Schweiz auf dem Programm. Zunächst führte die Reise zum Schloss Pillnitz, direkt an der Elbe gelegen. Die Gruppe durchwanderte den wunderschönen Schlosspark mit Bergpalais, Wasserpalais und Neuem Palais. Weiter ging die Fahrt zur Bastei, die mit ihren steilen Felsformationen, den fantastischen Ausblicken auf die Elbe und dem bergigen Umland auf die Besucher sehr beeindruckend wirkte. Das gemeinsame Mittagessen im Panoramarestaurant schmeckte aufgrund der herrlichen Aussicht besonders gut. Nach kurzer Fahrt über Bad Schandau schloss sich der nächste Höhepunkt an: Die Besichtigung der imposanten Festung Königstein. Ein gläserner Aufzug bringt die Teilnehmer auf den steilen Tafelberg hoch über der Elbe und in die niemals angegriffene oder gar eroberte Festung. Hoch oben konnte man die über 500 jährige Festungskunst bestaunen.

Erstaunt hat auch viele Besucher der im Zentrum der Anlage befindliche mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Burgbrunnen Europas. Wegen der schönen Lage und der herrlichen Aussicht über das Elbsandsteingebirge war die Festung auch oft Ausflugsziel des jeweiligen Landesherren, der gleichzeitig gegenüber den Staatsgästen die Wehrhaftigkeit seines Landes unter Beweis stellen konnte. So besuchten Russlands Zar Peter I. und Friedrich II. sowie Kaiser Napoleon die sächsische Festung. Zum Abendessen wurde die Gruppe im Restaurant Pulverturm im Keller des Coselpalais (an der Frauenkirche) erwartet. Das Ambiente war schlicht und überzeugend. Als Besonderheit des Abends erschien August der Starke persönlich, um mit den Gästen zu plaudern und zu scherzen.

Am letzten Tag der Kulturreise verließ die Gruppe das gute Hotel in Dresden und besuchte auf der Rückfahrt die bürgerliche Handels- und Messestadt Leipzig. Hier lud die überaus witzige Kristi Dubeck, ihres Zeichens Diplom-Übersetzerin für Polnisch, Schwedisch und Tschechisch, die Teilnehmer zu einer amüsanten Stadtrundfahrt ein.

Die Fahrt führte durch den Stadtteil Gohlis mit Zoo und Sommertheater im Schlösschen, mit Jugendstilbauten, Schillerhaus (Lied der Freude), Auenwald, Mückenschlöschen und vorbei an vielen tollen herrschaftlichen Villen. Im Leipziger Westen passierte man die RB-Arena, in Plagwitz, dem ehemaligen Industrieviertel gibt es heute Veranstaltungen im Felsenkeller, im Riverboat. Im Schleussik ist auch eine Klappbrücke zu sehen, denn Leipzig verfügt auch über viele Wasserwege und sogar einen Stadthafen.

Ferner sah man die Hochschulen im Musikviertel, das Bundesverwaltungsgericht, am Augustusplatz die Nikolaikirche, von der die friedliche Revolution 1989 ausging, die Oper, das Gewandhaus, den Mendebrunnen, den Panorama Tower, das Neue Rathaus. Also bekamen die Reiseteilnehmer in Leipzig viele bekannt Gebäude und Punkte im Zeitraffer zu sehen. Im historischen Auerbachskeller empfing Lisa Hennig die Gruppe, um in den verschiedenen Räumen die interessante Historie des Kellers und seine Verbindung zu Goethe, Dr. Faust und Mephisto ausführlich zu schildern. Dergestalt kulturell aufgerüstet, schmeckte der vom Heimatverein spendierte Sächsische Sauerbraten ausgezeichnet.

Das Fazit der Reiseteilnehmer war einstimmig, dass die Abschlussfahrt 2017 zur Elbmetropole Dresden und auf der Rückfahrt eine Stippviste in Leipzig eine ganz tolle Fahrt war, vom Reiseteam gut ausgesucht und programmiert war und vom beauftragten Reiseunternehmen ausgezeichnet umgesetzt wurde. Die überaus umsichtige Busfahrerin Dörte Stoever trug mit ihrem sicheren Vorwärts-und Rückwärtsfahren sicherlich zum wesentlichen Gelingen der Fahrt bei. Die Reisebeauftragte und 2. Vorsitzende des Heimatvereins Platjenwerbe, Hannelore Teute, bedankte sich dann auch bei dem Reiseteam des Heimatvereins, Karin und Horst Meyer sowie Brigtte und Jürgen Viehmeyer, die zu jedem Zeitpunkt sowohl foto- und verteilungstechnisch (Drei-Gänge-Menü und Sektausschank) der Reisetruppe, während der ganzen Zeit hilfreich zur Verfügung stand.